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Sowjetische Todeslager Ketschendorf und Neubrandenburg Fünfeichen
Diese Seiten geben nur einen Auszug meiner Gedanken und Gefühle wieder. Ich habe sie für alle Menschen ins Internet gesetzt, damit sie wissen, unter welchen
menschenunwürdigen Verhältnissen unschuldige junge Burschen nach dem Krieg 1946 sterben mussten und wie ein Tierkadaver verscharrt w urden. Auch meinen Bruder Erwin ereilte dieses Schicksal. Ich habe ihm dies alles gewidmet.....
Der 107 Seiten lange, in Buchform (Eigenverlag) verfasste Abschnitt eines Lebens "Die längsten
Jahre" gibt einen Abschnitt der deutschen Zeitgeschichte wieder, der den meisten Menschen bis zur Wende wenig bekannt war und. ist. Als Verfasser habe ich erst nach dem Fall der Mauer im
November 1989, nach über 40 Jahren Bedrohung und Schweigezwang durch den DDR-Staatssicherheitsdienst, den Entschluß gefaßt .meine Erlebnisse von der Verhaftung bis zu meiner
Entlassung, aus dem sowjetischen Speziallagern Ketschendorf und Neu Brandenburg Fünf-Eichen, 1998 von der Seele zu schreiben. Die besondere Situation der nicht verurteilten Jugendlichen, die
meist als "Werwolf"- Verdächtige eingesperrt waren. Ich berichtet wie Frauen und Männer, die als Jugendliche in den Lagern (Ketschendorf und Neu Brandenburg Fünf-Eichen) ohne verurteilt zu
sein inhaftiert waren, wie sie die furchtbaren Jahre überstanden. Ich habe mein Buch nur für meine Geschwister
geschrieben, aber bei Vorträgen und Lesungen wurde ich gebeten es auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen . Ich
habe es aber auch gedacht für die Jugend der gesamten freien Welt. Sie soll wachsam sein und sich dafür einsetzen, das
Demokratie und die Würde des Menschen jetzt und in Zukunft erhalten bleiben. Meine Homepage mögen ein zusätzlicher
Beitrag sein, das nie wieder politisch Größenwahnsinnige an die Macht kommen und ein ganzes Volk ins Elend stürzen.
Am 8. Mai 1945 ging die Diktatur des Naziregimes zu Ende. Einige der Verbrecher entzogen sich ihrer gerechten Strafe
durch Selbstmord. Manche wurde von den Siegermächten verurteilt, andere werden heute, nach 50 Jahren, noch immer
gesucht, ihre Spuren verlieren sich in vielen Teilen der Welt. Jeder, der sich eines Verbrechens an den Menschenrechten
schuldig gemacht hat, muss zur Verantwortung gezogen und seiner Strafe zugeführt werden. Das ist gut so und soll auch
so bleiben. Nie wieder darf es geschehen, das sich machtbesessene Politiker und Militärs hinter Befehl oder Fahneneid
verstecken, um Verbrechen zu begehen und sich dann ihrer Strafe zu entziehen. Menschenrecht und Menschenwürde
sollten das erste und höchste Gesetz in jeder künftigen Gesellschaft sein. Nur dann bleibt den nächsten Generationen erspart, was seinem Bruder und ihm widerfahren ist.
Wie ein roter Faden zieht durch mein Buch die Erkenntnis, wie ungewöhnliche Situationen gemeistert werden können.
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